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B2B-Leadgenerierung: So baust du eine planbare Leadquelle auf, wenn Kunden bisher über Empfehlungen kommen

Empfehlungen sind gut. Planbar sind sie leider nicht. Erfahre, wie du mit sechs Schritten eine zweite B2B-Leadquelle aufbaust, die regelmäßig passende Interessenten liefert.

Geschäftsführer im Anzug telefoniert nachdenklich am Schreibtisch mit Laptop und Kaffeebecher

Drei neue Kunden im September.

Vier im Oktober.

Und im November?

Funkstille.

Dabei läuft dein Unternehmen gut. Deine Kunden sind zufrieden, dein Angebot ist gefragt, und deine Arbeit spricht offensichtlich für sich.

Schließlich wirst du regelmäßig weiterempfohlen.

Nur leider nicht auf Bestellung.

Du kannst schlecht am Montagmorgen beschließen:

„Diese Woche hätte ich gern fünf Empfehlungen. Drei davon bitte für unser neues Angebot. Und mindestens zwei mit entsprechendem Budget.“

Schön wär's.

Genau das ist das Problem vieler B2B-Unternehmen, die bisher hauptsächlich über Empfehlungen wachsen.

Gespräch beim Netzwerken auf einer Veranstaltung
Netzwerk und Empfehlungen bringen gute Kunden – nur leider nicht auf Bestellung.

Du hast gute Kunden. Aber keinen verlässlichen Weg, regelmäßig neue zu gewinnen.

Was passiert also, wenn Empfehlungen ausbleiben?

Die Vertriebspipeline wird dünner. Projekte laufen aus. Die nächsten Monate lassen sich schwer planen.

Und plötzlich wird Marketing wieder zum Thema.

Jetzt schnell LinkedIn bespielen? Google Ads schalten? Die Website überarbeiten?

Kann man natürlich alles machen.

Aber einzelne Marketingmaßnahmen ergeben noch lange keine funktionierende Leadquelle.

Dazu braucht es ein System.

Einen Prozess, der die richtigen Menschen erreicht, ihnen dein Angebot verständlich macht und sie Schritt für Schritt zur Anfrage führt.

Genau darum geht es bei planbarer B2B-Leadgenerierung.

Und so baust du dir in sechs Schritten eine zweite Leadquelle auf – zusätzlich zu deinen Empfehlungen.

Schritt 1: B2B-Neukundengewinnung beginnt mit den richtigen Zielkunden

„Unsere Zielgruppe sind KMU.“

Gut.

Das sind in Deutschland ein paar Millionen Unternehmen.

Damit hätten wir die Zielgruppe ja schon mal messerscharf eingegrenzt, oder?

Wohl kaum.

Oder:

„Wir arbeiten mit Geschäftsführern.“

Nur hat der Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs mit zwölf Mitarbeitern vermutlich andere Probleme als die CEO eines SaaS-Unternehmens mit 150 Mitarbeitern.

Und entsprechend unterschiedliche Gründe, Geld auszugeben.

Planbare B2B-Neukundengewinnung beginnt deshalb nicht bei Google Ads.

Nicht bei LinkedIn.

Und auch nicht beim Funnel.

Sondern bei der Frage:

Welche Kunden willst du künftig regelmäßig gewinnen?

Dafür brauchst du keinen 47-seitigen Kundenavatar inklusive Lieblingsfarbe, Frühstücksgewohnheiten und fiktivem Golden Retriever namens Bruno.

Schau dir lieber deine bisherigen Kunden an.

Welche davon würdest du am liebsten klonen?

Natürlich nicht biologisch. Das dürfte einige unangenehme Fragen aufwerfen.

Sondern geschäftlich.

Bei welchen Kunden stimmen die Zusammenarbeit, der Umsatz, die Marge und die Ergebnisse?

Welche Projekte machen deinem Team Freude?

Und bei welchen Kunden kannst du tatsächlich den größten Unterschied bewirken?

Hast du diese Gruppe gefunden, wird es spannend.

Denn jetzt interessiert uns:

Warum haben genau diese Kunden gekauft?

Vielleicht ist ein bestehender Dienstleister ausgefallen.

Vielleicht hat das Unternehmen plötzlich stark expandiert.

Vielleicht funktioniert eine wichtige Software nicht mehr ordentlich.

Oder ein Prozess kostet inzwischen so viel Geld und Nerven, dass die Geschäftsführung handeln muss.

Das sind die Situationen, nach denen du suchst.

Denn Menschen kaufen selten einfach so eine neue Dienstleistung.

Sie kaufen, weil sie ein Problem lösen oder ein bestimmtes Ergebnis erreichen wollen.

Und meistens gibt es einen konkreten Anlass.

Je besser du diesen verstehst, desto gezielter kannst du Menschen ansprechen, die gerade in einer ähnlichen Situation stecken.

Das Ziel ist nicht, möglichst viele Unternehmen zu erreichen. Sondern diejenigen, für die dein Angebot gerade wirklich relevant ist.

Damit steht das Fundament deiner neuen Leadquelle.

Schritt 2: Für erfolgreiche B2B-Leadgenerierung muss Ihr Angebot sofort verständlich sein

Jetzt weißt du, wen du erreichen willst.

Perfekt.

Dann kommt Problem Nummer zwei:

Versteht dieser Mensch überhaupt, warum er dein Angebot braucht?

Für dich ist das natürlich völlig klar.

Glasklar.

Wie ein Gebirgsbach im Frühling.

Du beschäftigst dich schließlich jeden Tag damit.

Deine potenziellen Kunden allerdings nicht.

Und gerade bei erklärungsbedürftigen B2B-Leistungen führt das häufig zu ziemlich interessanten Situationen.

Stell dir vor, ein Geschäftsführer sucht nach einer Software, die seine internen Abläufe vereinfacht.

Er landet auf einer Website.

Dort steht:

„Intelligente End-to-End-Plattform zur skalierbaren, datengetriebenen Prozessoptimierung.“

Aha.

Er liest noch einmal.

Langsamer.

Vielleicht war er nur kurz unkonzentriert.

Nein.

Noch immer keine Ahnung.

Also scrollt er weiter.

Dort entdeckt er:

API-Integration. Cloud-native Architektur. KI-gestützte Workflows. Echtzeit-Dashboard.

Jetzt weiß er immerhin:

Das Ding kann offenbar einiges.

Nur leider noch immer nicht, warum er es braucht.

Und schon ist er wieder weg.

Auf zur nächsten Website.

Das Problem ist nicht unbedingt das Produkt.

Es ist die Kommunikation.

Was für dich wie Grundrechnen aussieht, ist für den Interessenten möglicherweise eher wie Zauberwürfel lösen.

Mit verbundenen Augen.

Unter Zeitdruck.

Gerade deshalb musst du komplexe Leistungen einfach erklären.

Nicht oberflächlich.

Sondern so, dass der Nutzen sofort erkennbar wird.

Nehmen wir ein Beispiel.

Variante 1:

„KI-gestützte Automatisierung der Eingangsrechnungsverarbeitung.“

Variante 2:

„Deine Mitarbeiter müssen Rechnungsdaten nicht mehr händisch abtippen. Unsere Software liest die Daten automatisch aus und überträgt sie in dein System.“

Merkst du den Unterschied?

Bei Variante 1 wissen vor allem die Experten, worum es geht.

Bei Variante 2 sieht der Geschäftsführer plötzlich seine Mitarbeiter vor sich, die jeden Monat Stunden mit einer lästigen Aufgabe verbringen.

Und erkennt, was sich durch die Lösung verändern könnte.

Weniger manuelle Arbeit.

Weniger Fehler.

Mehr Zeit für wichtige Aufgaben.

Genau das wollen wir.

Dein Interessent muss in wenigen Sekunden drei Fragen beantworten können:

  • Was ist mein Problem?
  • Wie hilft mir dieses Angebot dabei?
  • Was habe ich konkret davon?

Erst wenn diese Botschaft sitzt, lohnt es sich, mehr Menschen darauf aufmerksam zu machen.

Sonst kaufst du nur zusätzliche Besucher für eine Website ein, auf der keiner versteht, was du eigentlich verkaufst.

Auch eine Art, Geld loszuwerden.

Nur keine besonders empfehlenswerte.

Schritt 3: Wähle den richtigen Kanal, um B2B-Leads zu generieren

Jetzt haben wir zwei Dinge:

Die richtige Zielgruppe.

Und eine Botschaft, die diese Zielgruppe versteht.

Jetzt brauchen wir Menschen, die diese Botschaft auch tatsächlich zu Gesicht bekommen.

Und hier passiert häufig der nächste Marketing-Unfall.

Unternehmen wollen plötzlich überall präsent sein.

Google Ads.

SEO.

LinkedIn.

Meta Ads.

Ein Newsletter wäre auch nicht schlecht.

Und überhaupt: Sollten wir nicht endlich einen Podcast starten?

Drei Monate später haben sie fünf angefangene Kanäle und das Gefühl:

„Online-Marketing funktioniert bei uns irgendwie nicht.“

Vielleicht.

Vielleicht haben sie aber auch einfach fünf Töpfe gleichzeitig auf den Herd gestellt und keinen davon richtig warm bekommen.

Mein Rat:

Konzentriere dich zunächst auf eine Leadquelle. Und bau diese sauber auf.

Welcher Kanal für die B2B-Leadgenerierung sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie deine potenziellen Kunden nach Lösungen suchen.

Google Ads und SEO: Wenn deine Kunden bereits aktiv suchen

Angenommen, du verkaufst ERP-Software für Bauunternehmen.

Ein Geschäftsführer googelt:

„ERP Software Bauunternehmen“

Dann beschäftigt er sich offensichtlich bereits mit diesem Thema.

Vielleicht sucht er gerade einen neuen Anbieter.

Vielleicht möchte er verschiedene Lösungen vergleichen.

In jedem Fall besteht eine konkrete Nachfrage.

Person sucht am Smartphone, im Vordergrund ein Suchfeld
Wer aktiv sucht, hat bereits Bedarf – hier können Google Ads und SEO greifen.

Mit Google Ads kannst du bei passenden Suchanfragen sichtbar werden.

Mit Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, kannst du langfristig organische Sichtbarkeit aufbauen.

Beide Kanäle können für die B2B-Neukundengewinnung interessant sein.

Allerdings nur, wenn es tatsächlich relevante Suchanfragen gibt.

Meta Ads und Content: Wenn du Interesse erst wecken musst

Anders sieht es aus, wenn deine Zielgruppe noch gar nicht aktiv nach einer Lösung sucht.

Vielleicht hat der Geschäftsführer zwar ein Problem.

Aber er weiß noch nicht, dass es dafür eine passende Software gibt.

Oder er hat sich längst mit den umständlichen Abläufen arrangiert.

Dann musst du zunächst Aufmerksamkeit schaffen.

Zum Beispiel mit einer Werbeanzeige, die einen ganz konkreten Missstand anspricht.

Nicht:

„Entdecke unsere innovative KI-Plattform.“

Sondern beispielsweise:

„Deine Mitarbeiter übertragen Rechnungsdaten noch immer händisch? Das geht auch automatisch.“

Plötzlich ist das Problem präsent.

Der Geschäftsführer erkennt sich wieder.

Und beschäftigt sich möglicherweise zum ersten Mal mit einer Lösung.

Entscheidend ist nicht der Kanal. Sondern die Situation deiner Kunden.

Der gleiche Geschäftsführer kann völlig unterschiedlich reagieren.

Wenn er bei Google aktiv nach einer Software sucht, ist er bereits auf Lösungssuche.

Wenn er abends durch Facebook scrollt, muss sein Interesse möglicherweise erst geweckt werden.

Gleicher Mensch.

Andere Situation.

Andere Ansprache.

Deshalb gibt es auch nicht den einen besten Kanal, um B2B-Leads zu generieren.

Der richtige Kanal ist derjenige, über den du deine Zielgruppe mit einer relevanten Botschaft zuverlässig erreichen kannst.

Und wenn du ihn gefunden hast?

Dann bleib erst einmal dabei.

Testen.

Verbessern.

Weiterentwickeln.

Fünf halbfertige Kanäle sind schließlich noch keine Leadstrategie.

Schritt 4: So führt ein B2B-Lead-Funnel vom ersten Kontakt zur Anfrage

Jetzt hast du:

  • eine klar definierte Zielgruppe
  • eine verständliche Botschaft
  • einen Kanal, über den du passende Menschen erreichst

Klingt schon ziemlich gut.

Nur fehlt noch etwas Entscheidendes.

Was passiert eigentlich, nachdem jemand deine Anzeige gesehen oder deine Website gefunden hat?

Denn Sichtbarkeit allein bringt noch keine Kunden.

Du kannst 10.000 Menschen auf deine Website schicken.

Wenn keiner versteht, was er dort als Nächstes tun soll, hast du zwar Traffic.

Aber vermutlich keinen besonders aufregenden Mittwoch für deinen Vertrieb.

Genau deshalb brauchst du einen klaren Weg vom ersten Kontakt bis zur Anfrage.

Im Online-Marketing nennen wir das einen Funnel.

Klingt komplizierter, als es ist.

Ein Funnel ist im Grunde die Abfolge von Schritten, durch die du einen Interessenten führst.

Zum Beispiel:

Google Ads → Landingpage → Anfrageformular → Beratungsgespräch

Oder:

Meta Ad → Landingpage → Webinar → E-Mail-Serie → Sales Call

Beides sind mögliche B2B-Lead-Funnels.

Und beide können funktionieren.

Welcher sinnvoll ist, hängt davon ab, wie dein Angebot gekauft wird.

Je komplexer das Angebot, desto wichtiger der Weg dorthin

Eine einfache Dienstleistung mit überschaubarem Preis braucht nicht unbedingt einen aufwendigen Funnel.

Vielleicht reicht eine überzeugende Landingpage mit einem Anfrageformular.

Bei einer erklärungsbedürftigen Software für 80.000 Euro sieht die Sache möglicherweise anders aus.

Da wird der Geschäftsführer selten nach drei Sätzen sagen:

„Klingt super. Wo kann ich meine Kreditkarte eingeben?“

Schade eigentlich.

Er muss zunächst verstehen, was die Lösung kann.

Wie sie in seinem Unternehmen eingesetzt werden könnte.

Welche Vorteile sie bringt.

Und warum der Anbieter vertrauenswürdig ist.

Vielleicht muss er außerdem weitere Entscheider überzeugen.

Dafür eignen sich andere Schritte.

Zum Beispiel eine Fallstudie, ein Webinar, eine Produktdemo oder ein Beratungsgespräch.

Entscheidend ist:

Jeder einzelne Schritt im Funnel sollte genau eine Aufgabe erfüllen.

Die Anzeige weckt Interesse.

Die Landingpage erklärt den Nutzen.

Ein Webinar zeigt die Lösung ausführlicher.

Die E-Mail-Serie beantwortet offene Fragen.

Und das Beratungsgespräch klärt, ob und wie die Zusammenarbeit sinnvoll ist.

Stell dir den Funnel wie eine Reise vor.

Die Landingpage ist dabei nicht unbedingt der Zielflughafen.

Manchmal ist sie nur die Zwischenlandung.

Dort bekommt dein Interessent die Informationen, die er gerade braucht.

Dann geht es weiter.

Zum nächsten sinnvollen Schritt.

Nicht gleich mit Anlauf zum Kaufabschluss, wenn er gerade erst verstanden hat, worum es geht.

Gute B2B-Leadgenerierung bedeutet deshalb auch, Interessenten dort abzuholen, wo sie gerade stehen.

Und sie Schritt für Schritt weiterzuführen.

Schritt 5: So qualifiziert du B2B-Leads, bevor sie im Vertrieb landen

Geschafft.

Der Lead ist da.

Champagner?

Noch nicht.

Denn ein Lead ist zunächst nur ein Kontakt, der Interesse gezeigt hat.

Nicht automatisch jemand, der schon kaufen möchte.

Und erst recht niemand, der dein Angebot bereits vollständig verstanden hat.

Gerade bei komplexen B2B-Leistungen kann das zum Problem werden.

Ein Interessent bucht beispielsweise eine Produktdemo.

Im Gespräch zeigt sich:

Er weiß kaum, was die Software eigentlich macht.

Er hat keine konkrete Vorstellung vom Einsatzbereich.

Und als der Vertrieb den Preis nennt, fällt er beinahe vom Stuhl.

Unangenehm.

Für beide Seiten.

Der Vertrieb erklärt also erst einmal 20 Minuten lang die Grundlagen.

Präsentation in einem Besprechungsraum
Ohne Vorbereitung beginnt jedes Verkaufsgespräch bei null.

Danach beantwortet er Fragen, die eigentlich längst auf der Website hätten beantwortet werden können.

Und irgendwann stellt sich heraus:

Das Unternehmen hat gerade gar kein Budget.

Oder überhaupt keinen Bedarf.

Auch schön.

Eine gute B2B-Leadquelle sollte deshalb nicht einfach möglichst viele Kontakte liefern.

Sie sollte möglichst passende und gut vorbereitete Interessenten liefern.

Und dabei hilft die richtige Kommunikation nach dem ersten Kontakt.

E-Mail-Marketing: Damit Interessenten nicht jedes Gespräch bei null beginnen

Angenommen, jemand hat sich für dein Webinar angemeldet.

Dann kannst du ihm bereits vor dem Termin Informationen schicken.

Zum Beispiel:

Welche Probleme deine Lösung behebt.

Welche Unternehmen davon besonders profitieren.

Welche Ergebnisse realistisch sind.

Was bei der Einführung zu beachten ist.

Welche Fragen typischerweise auftauchen.

Und nach dem Webinar?

Geht es weiter.

Vielleicht mit einer Case Study.

Vielleicht mit einer Erklärung zu einer wichtigen Funktion.

Vielleicht mit Antworten auf häufige Einwände.

Oder einer Einladung zur persönlichen Beratung.

Du baust Verständnis und Vertrauen auf, bevor der Vertrieb überhaupt aktiv wird.

Das ist gerade bei erklärungsbedürftigen Leistungen enorm wertvoll.

Denn der Interessent kommt nicht völlig unvorbereitet ins Gespräch.

Er weiß bereits, worum es geht.

Er versteht die wichtigsten Vorteile.

Und hat im besten Fall schon geprüft, ob das Angebot grundsätzlich zu seiner Situation passt.

Jetzt muss der Vertrieb nicht mehr bei null beginnen.

Sondern kann dort ansetzen, wo es wirklich interessant wird:

Bei der konkreten Lösung für diesen Kunden.

Qualifizierte B2B-Leads sind wertvoller als möglichst viele Kontakte

Nehmen wir zwei Szenarien.

Szenario A:

Deine Kampagne generiert 100 Leads.

Davon haben zehn ernsthaftes Interesse.

Szenario B:

Deine Kampagne generiert 40 Leads.

Davon haben 20 ernsthaftes Interesse.

Welche Kampagne ist besser?

Die zweite kann wirtschaftlich deutlich interessanter sein – sofern Kosten und Abschlusschancen dazu passen.

Denn dein Vertrieb muss weniger ungeeignete Kontakte bearbeiten.

Und kann sich stärker auf Menschen konzentrieren, bei denen tatsächlich eine Zusammenarbeit möglich ist.

Deshalb würde ich bei B2B-Leadgenerierung nie nur auf die Anzahl der Leads schauen.

Sondern immer auch darauf, was danach passiert.

Eine gute Leadquelle liefert nicht nur Kontakte. Sie liefert besser vorbereitete Kontakte.

Und damit kommen wir zum letzten Schritt.

Schritt 6: B2B-Leadgenerierung messen und gezielt optimieren

Jetzt wird gerechnet.

Keine Sorge.

Du brauchst dafür weder ein Mathematikstudium noch 48 verschiedene Dashboards.

Ein paar grundlegende Zahlen reichen zunächst aus.

Denn Planbarkeit entsteht erst, wenn du verstehst, was in deinem Lead-Prozess tatsächlich passiert.

Angenommen, du willst drei neue Kunden pro Monat gewinnen.

Deine Abschlussquote aus qualifizierten Verkaufsgesprächen beträgt 25 Prozent.

Dann brauchst du rechnerisch zwölf qualifizierte Gespräche.

Wenn drei von vier gebuchten Gesprächen tatsächlich stattfinden, benötigst du 16 Buchungen.

Und wenn zehn Prozent deiner Leads ein Gespräch buchen, brauchst du ungefähr 160 Leads.

Das sind natürlich Beispielwerte.

Aber plötzlich wird aus:

„Wir müssten mal wieder mehr Kunden gewinnen.“

Eine viel konkretere Frage:

Wie schaffen wir es, regelmäßig genügend passende Leads für 16 Terminbuchungen zu gewinnen?

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Denn jetzt kannst du deinen Prozess gezielt untersuchen.

Hände tippen auf Laptop, darüber eingeblendete Diagramme mit steigenden Kennzahlen

Welche Kennzahlen sind für die B2B-Leadgenerierung wichtig?

1. Besucher beziehungsweise Traffic

Wie viele passende Menschen erreichst du mit deiner Website oder Landingpage?

2. Conversion Rate

Wie viele dieser Besucher führen die gewünschte Aktion aus, beispielsweise eine Anfrage oder Anmeldung?

3. Cost per Lead (CPL)

Wie viel Werbebudget gibst du durchschnittlich für einen Lead aus?

4. Qualifizierte Leads

Wie viele Kontakte passen tatsächlich zu deinem Angebot und deiner Zielgruppe?

5. Terminbuchungen und Show-up Rate

Wie viele Leads buchen ein Gespräch? Und wie viele erscheinen tatsächlich?

6. Abschlussquote

Wie viele qualifizierte Verkaufsgespräche führen zu einem Kunden?

7. Customer Acquisition Cost (CAC)

Wie viel kostet es insgesamt, einen neuen Kunden zu gewinnen?

Natürlich musst du nicht jeden Morgen all diese Kennzahlen durchgehen.

Aber du solltest sie grundsätzlich kennen.

Denn dadurch erkennst du, an welcher Stelle dein Prozess verbessert werden muss.

Viele Besucher, aber kaum B2B-Leads?

Dann lohnt sich ein Blick auf deine Landingpage.

Vielleicht versteht deine Zielgruppe dein Angebot nicht.

Vielleicht ist die Botschaft zu allgemein.

Oder der nächste Schritt ist unklar.

Viele B2B-Leads, aber kaum Gespräche?

Dann prüfe deine Qualifizierung und das Follow-up.

Vielleicht ist das Interesse noch zu schwach.

Vielleicht fehlen Informationen.

Oder der Weg zur Terminbuchung ist unnötig kompliziert.

Viele Gespräche, aber kaum Neukunden?

Dann kann das Problem bei der Leadqualität liegen.

Oder beim Angebot.

Oder beim Verkaufsprozess.

Entscheidend ist, die tatsächliche Ursache herauszufinden.

Denn nicht jedes Problem lässt sich durch mehr Werbebudget lösen.

Manchmal bedeutet mehr Budget nur, dass du denselben Fehler künftig etwas teurer machst.

Auch eine Möglichkeit.

Aber nicht meine bevorzugte.

Planbare B2B-Leadgenerierung bedeutet nicht, dass jeden Monat exakt dieselben Ergebnisse herauskommen.

Menschen verhalten sich nicht immer gleich.

Märkte verändern sich.

Kampagnen schwanken.

Planbar bedeutet vielmehr:

Du verstehst die wichtigsten Zusammenhänge.

Du kennst deine Zahlen.

Und du kannst gezielt eingreifen, wenn etwas nicht funktioniert.

Dann wird Marketing vom Ratespiel zu einem Prozess, den du aktiv steuern und verbessern kannst.

Wann B2B-Leadgenerierung wirklich planbar wird

Schauen wir uns den gesamten Weg noch einmal an.

1. Die richtigen Zielkunden auswählen.

Damit du nicht möglichst viele, sondern möglichst passende Menschen erreichst.

2. Das Angebot verständlich machen.

Damit deine Interessenten sofort erkennen, warum deine Lösung relevant ist.

3. Einen geeigneten Kanal wählen.

Damit deine Botschaft regelmäßig bei diesen Menschen ankommt.

4. Einen klaren Funnel aufbauen.

Damit aus Aufmerksamkeit ein konkretes Interesse und schließlich eine Anfrage wird.

5. Leads qualifizieren und vorbereiten.

Damit dein Vertrieb mit Menschen spricht, die bereits wissen, worum es geht.

6. Ergebnisse messen und optimieren.

Damit du erkennst, was funktioniert und was verbessert werden muss.

Erst wenn diese Schritte ineinandergreifen, entsteht ein funktionierendes System zur B2B-Neukundengewinnung.

Du hast dann nicht einfach eine Website.

Oder eine Werbekampagne.

Oder einen Newsletter.

Sondern einen Prozess, in dem jedes Element seine Aufgabe erfüllt.

Wie Zahnräder, die ineinandergreifen.

Und wenn eines davon nicht richtig funktioniert, weißt du, wo du nachjustieren musst.

Genau das unterscheidet einzelne Marketingmaßnahmen von einer planbaren Leadquelle.

B2B-Neukundengewinnung: Empfehlungen dürfen bleiben. Die Abhängigkeit davon nicht.

Bitte versteh mich richtig:

Du sollst deine Empfehlungen nicht abschaffen.

Auf keinen Fall.

Wenn ein begeisterter Kunde dich weiterempfiehlt, freu dich über die Anfrage.

Bedank dich.

Vielleicht schickst du Blumen.

Empfehlungen sind wunderbar.

Sie sollten nur nicht deine einzige Möglichkeit sein, neue Kunden zu gewinnen.

Denn dann hängt dein Wachstum davon ab, dass andere Menschen im richtigen Moment an dich denken.

Mit einer zweiten Leadquelle verändert sich das.

Du hast einen zusätzlichen Weg, neue Nachfrage zu erzeugen.

Du kannst gezielt Zielgruppen ansprechen, die du bisher noch nicht erreichst.

Du kannst neue Angebote vermarkten.

Und du kannst deine Vertriebspipeline auf eine breitere Grundlage stellen.

Nicht mit absoluter Sicherheit.

Aber mit deutlich mehr Einfluss.

Genau dafür baue ich B2B-Lead-Systeme aus klarer Botschaft, gezielter Sichtbarkeit, Funnel und E-Mail-Marketing.

Damit aus einzelnen Kontakten qualifizierte Anfragen werden – und aus einzelnen Marketingmaßnahmen ein Prozess, den du verstehst und verbessern kannst.

Das Ziel ist nicht, nie wieder über Empfehlungen zu wachsen.

Das Ziel ist, nicht mehr auf die nächste warten zu müssen.

Heike Leindecker

Über die Autorin

Heike Leindecker

Marketing-Strategin und Funnel-Architektin. Ich helfe B2B-Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Leistungen, ihre Botschaft verständlich zu machen und planbar qualifizierte Anfragen zu gewinnen.

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